Heimspeicher – Wie gross muss meine Batterie sein?
Eine einfache Berechnung für Haushalte mit Photovoltaikanlage
Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, stellt sich früher oder später die Frage: Lohnt sich ein Heimspeicher – und wenn ja, wie gross sollte er sein? Die Antwort hängt vor allem vom eigenen Stromverbrauch ab.
Welche Angaben brauche ich?
1. Jährlicher Stromverbrauch des Haushalts (in kWh)
2. Anteil des Stromverbrauchs, der abends und nachts anfällt (typisch: ca. 50–70 %)
3. Grösse der PV-Anlage (in kWp)
4. Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher (typisch: ca. 30–40 %)
Die einfache Faustformel
Speichergrösse (kWh) = Täglicher Stromverbrauch × Anteil Nachtverbrauch
Der tägliche Stromverbrauch ergibt sich aus dem Jahresverbrauch geteilt durch 365.
Beispielrechnung
| Angabe | Wert |
| Jahresverbrauch | 5’000 kWh |
| Täglicher Verbrauch | ca. 13.7 kWh |
| Anteil Nachtverbrauch | 60 % |
| Nächtlicher Verbrauch | ca. 8.2 kWh |
| Empfohlene Speichergrösse | ca. 8–10 kWh |
Ein Speicher mit 8–10 kWh Kapazität kann in diesem Beispiel den grössten Teil des Abend- und Nachtverbrauchs abdecken.
Was man wissen sollte
Ein Heimspeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich – typischerweise von ca. 30–40 % auf 60–80 %. Eine 100-prozentige Autarkie ist mit einem Batteriespeicher allein aber nicht realistisch, da im Winter die Solarproduktion stark zurückgeht. Die optimale Speichergrösse liegt meist zwischen 1,0 und 1,5 × dem täglichen Stromverbrauch. Grössere Speicher bringen nur noch wenig zusätzlichen Nutzen.
